Reifegradmodell für Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)

Stetige Entwicklung statt einmaliges Projekt

Multi-Faktor-Authentifizierung ist heute ein unverzichtbarer Baustein der IT-Sicherheit. Die Praxis zeigt jedoch: MFA ist kein Schalter, der einfach umgelegt wird. Unternehmen unterscheiden sich stark in ihren Systemlandschaften, ihren Nutzergruppen und ihrem individuellen Schutzbedarf.

Genau hier setzt das MFA-Reifegradmodell an. Es beschreibt die typischen Entwicklungsschritte einer MFA-Strategie von klassischen, passwortbasierten Zugängen bis hin zu vollständig passwortlosen und zentral gesteuerten Authentifizierungsverfahren. Jede Stufe steht dabei für einen nachvollziehbaren Fortschritt und bildet einen realistischen Zustand ab, wie er in vielen Organisationen anzutreffen ist.

Ziel des Reifegradmodells:

  • Orientierung schaffen
  • eigenen Status quo einordnen
  • sinnvolle nächste Schritte ableiten

So ist das Modell aufgebaut

Das MFA-Reifegradmodell betrachtet Authentifizierung nicht isoliert als technische Funktion, sondern als Zusammenspiel mehrerer Erfolgsfaktoren:


Authentifizierungsverfahren

Von klassischen Passwörtern über Einmalcodes (OTP) und Push-Verfahren bis hin zu FIDO2-Standards und vollständig passwortlosen Anmeldungen.

Integration & Abdeckung

Wie durchgängig wird MFA eingesetzt? Reicht sie nur für einzelne Anwendungen oder ist sie konsistent über Systeme, Benutzergruppen und Identitäten hinweg integriert – bis hin zu einer zentralen Identitätsplattform.

Benutzerfreundlichkeit & Betrieb

Wie intuitiv ist die Anmeldung für Anwender? Wie hoch ist der Support-Aufwand? Und wie effizient lassen sich Themen wie Gerätewechsel, Recovery oder Onboarding abbilden?


Erst das Zusammenspiel dieser Dimensionen entscheidet darüber, wie sicher, stabil und zukunftsfähig eine MFA-Strategie wirklich ist.

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Warum MFA-Entwicklung selten linear verläuft

In realen Umgebungen entwickeln sich MFA-Landschaften selten stufenrein. Häufig existieren parallele Ausprägungen, zum Beispiel:

  • Moderne, starke Authentifizierungsverfahren – aber nur für ausgewählte Anwendungen
  • Eine zentrale MFA-Plattform – jedoch mit weiterhin schwächeren Faktoren
  • Fortschrittliche Authentifikatoren – bei gleichzeitig hohem Supportaufwand
  • Passwortlose Anmeldungen – neben nicht integrierbaren Legacy-Systemen

Diese Mischformen sind kein Ausnahmefall, sondern spiegeln die Realität komplexer IT-Umgebungen wider. Das Reifegradmodell hilft dabei, diese Situation strukturiert zu bewerten und die wichtigsten Entwicklungsschritte klar zu erkennen.

Hinweis aus der Praxis

Das MFA-Reifegradmodell bietet eine verständliche Orientierung – ersetzt jedoch keine detaillierte Analyse. In der Praxis wird es daher sinnvoll ergänzt durch folgende Faktoren ergänzt:

  • Betrachtung der bestehenden Systemlandschaft (Cloud, On-Premises, Legacy)
  • Analyse von Benutzergruppen, Rollen und Endgeräten
  • Einbindung von Governance-, Compliance- und Recovery-Anforderungen
  • Bewertung von Benutzerfreundlichkeit, Supportaufwand und Risiken
  • Einschätzung der technischen Integrationsfähigkeit

Auf dieser Basis entsteht eine realistische, individuelle MFA-Roadmap – passgenau für die jeweilige Organisation.

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